Oliver Zimmer: «Die EU ist eine Neuauflage des aufgeklärten Absolutismus»

Was wäre notwendig, um die Schweiz und die EU kompatibel zu machen? Wäre es ein erstrebenswertes Ziel, die Schweiz zu vereuropäisieren – oder Europa gar zu verschweizern? Oliver Zimmer gibt eine Antwort.

image 25. Mai 2022, 09:00
Zwischen der Schweiz und der EU gibt es einen bedeutenden Unterschied, sagt der Oxford-Historiker Prof. Dr. Oliver Zimmer im Video. Die EU sei ein Versuch, eine Gesellschaft nach reinen Vernunftkriterien zu schaffen: «Ein kleines Milieu der Vernünftigen bestimmt eine institutionelle Ordnung, und so wird dann der Staat realisiert.»
Dies im Gegensatz zur Schweiz, die kein «Vernunftgebilde», sondern ein historisch gewachsenes Gebilde sei. Der EU fehle es an Bürgernähe und demokratischer Legitimation, weshalb die Staatlichkeit sehr abstrakt bleibe. In der Schweiz hingegen sei die Bürgernähe dank der halbdirekten Demokratie viel grösser und die Gefahr einer Radikalisierung von Teilen der Gesellschaft somit kleiner.
Doch was wäre notwendig, um die Schweiz und die EU kompatibel zu machen? Wäre es ein erstrebenswertes Ziel, die Schweiz zu vereuropäisieren – oder Europa gar zu verschweizern? Oliver Zimmer hat die Herausforderung des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) angenommen und erklärt dies vor der Kamera – in weniger als fünf Minuten.
In einem ersten Video hat der Oxford-Historiker in weniger als fünf Minuten erläutert, was die Schweiz in ihrem Innersten zusammenhält: Staatsskepsis und Mehrstimmigkeit. Warum diese Widerspenstigkeit ein Vorteil sein kann.

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